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No more pornDie Beobachtung der modernen Realität im allgemeinen und des Lebens von jüngeren Leuten im besonderen, führten dazu, dass ich meinen ersten Beitrag auf diesem Blog einem „delikaten“ Thema widme, welches inzwischen allgegenwärtig ist und die Gesellschaft überall durchdringt (oft in Form von Schuld und Scham): Internet-Pornographie, Sexsucht und obsessive Masturbation. Meine Überlegungen entspringen dabei nicht einem moralischen Standpunkt, sondern vielmehr einem, der diese Phänomene in Bezug auf Freiheit und Macht einer Prüfung unterzieht. Sowohl Freiheit als auch Macht stehen in einer direkten Beziehung zu dem, was mit dem Kürzel „PMO“ bezeichnet wird: Pornographie, Masturbation und Orgasmus. Das Problem ist heute umso gravierender, da ein großer Teil der Bevölkerung davon betroffen ist. Sieht man sich Personen zwischen 15 und 25 an, so betrifft PMO beinahe 100 Prozent der männlichen und inzwischen auch bereits mehr als 50 Prozent der weiblichen Individuen, wobei der weibliche Anteil  stark steigend ist.

Pornographie, Masturbation und Orgasmus stellen eine dunkle Triade dar, die den Weg in den Abgrund bereiten und zum Ruin aller Art führen können – körperlich, psychisch, beruflich, sozial und sexuell. Es gibt kaum einen Bereich des Lebens, der davon nicht negativ betroffen wäre, denn Sexualität ist die treibende Lebenskraft des Menschen schlechthin und wenn diese unproduktiv eingesetzt und unkontrolliert ist, führt sie zu allen möglichen Desastern. Ein großer Teil der psychischen, beruflichen und sozialen Probleme sind direkte Ergebnisse des Missbrauchs der sexuellen Kraft (Arbeitslosigkeit, Armut, Kriminalität, Teenager-Schwangerschaften, schulische und berufliche Minderleistungen, Depression, Burnout, Sexualkrankheiten, chronische Müdigkeit etc. um nur ein paar Beispiele zu nennen).

Es gibt inzwischen eine Vielzahl qualifizierter Informationen über die negativen Konsequenzen von Pornographie, vor allem in Verbindung mit Masturbation. Diese Informationen sind im Internet größtenteils sogar kostenlos verfügbar. Es gibt beispielsweise eine direkte Verbindung zwischen akademischer Minderleistung und dem Konsum von Pornographie, wie Dr. Philipp Zimbardo in einem Vortrag aufzeigt. Ein anderer TED-TALK behandelt das Phänomen des Libido-Verlusts durch den Gebrauch von Pornographie zur sexuellen Stimulation.

Die Neurowissenschaften beweisen heute, dass Personen, die regelmäßig Pornographie konsumieren dieselben Gehirnstrukturen entwickeln, wie Drogen- oder schwer Verhaltenssüchtige. Das Gehirn wird durch Pornographie „umgebaut“, es werden neuronale Verbindungen und Muster geschaffen, die ihre Auswirkungen auf das gesamte Leben entfalten. Es ist ein Irrtum zu glauben Pornographie wäre harmlos – sie wirkt sich schädlich auf das Leben in all seinen Bereichen aus. Manche Experten (vor allem die sogenannten „Sexologen“) mögen immer noch darüber streiten, ob es so etwas wie die „Sexsucht“ überhaupt gibt; jene Menschen jedoch, die darunter direkt oder indirekt zu leiden haben (Familie, Freunde, Arbeitskollegen etc.) wissen ganz genau, dass Sexsucht kein Mythos ist, sondern beinharte, höchst schädliche Realität. Wissenschaftler, die sich mit Pornographie und Masturbation beschäftigten, wissen ebenso über die schädliche Wirkung Bescheid, ebenso wie über die unvermeidbaren dauerhaften Veränderungen der Gehirnstrukturen der Betroffenen.

Selbst das Magazin „Psychologie Heute“ (in der englische Ausgabe) brachte vor ein paar Jahren in einer seiner Ausgaben einen Artikel, der sich mit einem sehr ähnlichen Thema beschäftigte. „PH“ kann man mit Sicherheit nicht als konservatives Printmedium bezeichnen, ganz im Gegenteil es gilt als recht liberal. „PH“ musste eingestehen, dass Masturbation ihre Grenzen hat, denn durch Masturbation und die damit in Verbindung stehende Ejakulation verliert der Mensch Energie (das trifft zudem auf beide Geschlechter zu). Bei Männern kommt erschwerend noch hinzu, dass durch häufige Ejakulation auch der Testosteronspiegel gesenkt wird. Ein Mangel an Testosteron gehört zu den gravierendsten Schädigungen, denen ein Mann in seinem Leben ausgesetzt sein kann. Häufiges Masturbieren verwandelt einen maskulinen Mann in einen Weichling („Waschlappen“). Im Grund ist uns dieser Umstand allen bekannt und besonders Frauen können einen „Waschlappen“ zehn Meilen gegen den Wind riechen und empfinden völlig zurecht tiefe Abscheu gegen einen solchen. Auch wenn dieses Phänomen bewusst oder unbewusst bekannt ist, wird darüber nicht offen gesprochen. Ein „entleerter“ Mann ist weniger maskulin, hat weniger Energie und Kraft, ist als Partner untauglicher und verbreitet eine asexuelle Aura, die abstoßend für andere (vor allem für das andere Geschlecht) ist.

Zahlreiche Dokumentationen, wissenschaftliche Studien, sowie spezielle Websites, die sich diesen Themen widmen, zeigen drastisch die fatalen Konsequenzen auf, die sich aus der Kombination von (Internet-) Pornographie, Masturbation und Orgasmus ergeben. Einige dieser Seiten sind religiöse motiviert wie XXX-Church, bei anderen wie Reuniting ist dies nicht der Fall.

Andere Dokumentationen beschäftigen sich mit den Porno-Produzenten, den Prostituierten und den Porno-Stars, die Pornographie überhaupt erst ermöglichen. Es ist überaus erstaunlich wie oft man menschliche Wracks, gebrochene Existenzen („verlorene Seelen“) in diesem Geschäft findet (häufiger, als in jedem anderen), oder wie häufig Geschlechtskrankheiten hier vorkommen (was in der Regel freilich verschwiegen wird). Man findet kaum einmal jemanden, der sich dazu entschieden hat Pornodarsteller zu werden, der nicht irgendwelche psychischen Probleme aufweist, und der oder die nicht lieber einen anderen Arbeitsplatz hätte, wenn die Möglichkeit dazu bestünde. Im Zusammenhang mit der sexuellen Entwicklung der Gesellschaft sei auch auf eine Dokumentation über „Kinky“-Paare verwiesen, in der Praktiken vorgeführt werden, die seit dem Erscheinen von „The 50 Shades of Grey“ (Buch und Film) auch die Aufmerksamkeit größerer Gesellschaftskreise erlang haben. Es ist offensichtlich wie Pornographie im weiteren Sinne („Frauen-“ und Liebesromane sind nichts anderes als Pornographie für Frauen) zu einem Teil des Gesellschaftslebens geworden ist. So ist Pornographie zum Thema für fast alle Menschen geworden und die Unfähigkeit damit umgehen zu können, erzeugt alle Arten von schweren Problemen, sowohl für das Individuum, als auch für das Kollektiv.

Unkluge Entscheidungen zu treffen ist im allgemeinen gefährlich, unkluge Entscheidungen im Bereich der Sexualität zu treffen jedoch gehört zu den schlimmsten Dingen, die überhaupt geschehen können! Pornographie ist Fantasie, ist Schauspielerei nicht die Realität. Freilich ist dies den meisten Menschen vom bewussten Standpunkt her gesehen klar, doch unbewusst handeln doch viele Individuen gegenteilig. Pornographie verändert die Wahrnehmung der Sexualität auf eine völlig andere Art, als etwa Hollywood-Filme die Wahrnehmung der Realität ganz generell verändern.

Nach diesen allgemeinen Überlegungen werden wir nun konkret. Warum muss man es also unterlassen zu masturbieren und Pornographie zu konsumieren? Hier ist die Liste der häufigsten positiven Folgen der Abstinenz von Masturbation und Pornographie. Sie ist das Ergebnis von zahllosen Studien, Beispielen und Expertisen, die hier für Euch kompakt zusammengestellt wurden:

 

PHYSISCHES:

* Höhere Energieniveau

  • Stärkere Motivation
  • Bessere Gesundheit und allgemeines Wohlbefinden
  • Besserer Schlaf, weniger Schlaflosigkeit
  • Tiefere und dominantere Stimme (bei Männern)
  • Schönere und gesündere Haut
  • Bessere Muskelspannung
  • Allgemein gesünderes Aussehen
  • Klarerer Blick, weniger Ringe unter den Augen
  • Bessere Verdauung
  • Man ist ruhiger und entspannter
  • Besser Wahrnehmung des eigenen Körpers
  • Höherer Testostronspiegel (bei Männer)

 

  • MENTAL
  • Bessere kognitive Fähigkeiten, klareres Denken
  • Kreativeres Denken
  • Rationaleres Denken
  • Bessere Konzentration
  • Zunahme der Intelligenz
  • Bessere Fähigkeit Entscheidungen zu treffen

 

  • PSYCHISCH
  • Man fühlt sich glücklicher
  • Man ist optimistischer
  • Höherer Selbstrespekt
  • Höheres Selbstvertrauen
  • Größere Reife
  • Stärkere Willenskraft
  • Weniger Depression
  • Weniger Stimmungsschwankungen
  • Weniger Panikattacken
  • Bessere Realitätswahrnehmung
  • Größere Extrovertiertheit
  • Höhere Lebensfreude
  • Stärkere Männlichkeit
  • Weniger Ängste
  • Bessere Beherrschung der Gefühle

 

  • SOZIAL
  • Höhere soziale Intelligenz
  • Besseres Einfühlungsvermögen
  • Weniger Schüchternheit, mehr Mut
  • Bessere Kommunikationsfähigkeiten
  • Weniger Einsamkeit
  • Weniger Scham
  • Bessere soziale Kontakte
  • Stärkere Dominanz
  • Bessere Kontrolle der eigenen Grenzen

 

  • SEXUELL
  • Höhere Attraktivität für das andere Geschlecht
  • Höhere Libido
  • Allgemein mehr Interesse an Sexualität
  • Bessere sexuelle Leistungen (weniger erektile Dysfunktion – Pornographie und Masturbation gehören zu den Hauptgründen warum man es im Bett „nicht bringt“)
  • Stärkere sexuelle Erregung und Erektion
  • Besserer und intensiverer Orgasmus
  • Bessere Verbundenheit mit dem Partner

Die massiven Vorteile der Abstinenz von Pornographie und Masturbation liegen auf der Hand und es gibt kaum eine Verhaltensveränderung, die sich positiver auf alle Bereiche des Lebens auswirkt als diese! Vom logischen Standpunkt her gibt es absolut keinen Grund diesbezüglich nicht abstinent zu leben.

Die Scham und die Schuld, die oft mit Masturbation und Pornographie verbunden sind, kommen nicht von der Religion (bei uns vor allem. vom Christentum) oder einer „konservativen-repressiven“ Erziehung, sondern vom wahren Kern des Menschen, aus dem tiefsten Innersten heraus, mit dem wir alle geboren werden. Es ist billig die Eltern, die Erzieher, die Religion, die traditionelle Moral etc. für die eignen sexuellen Probleme verantwortlich zu machen, doch wenn man tiefer in die Materie geht, erkennt man ganz deutlich, dass es die menschliche Natur ist, die gegen Promiskuität, Pornographie, Masturbation und Abarten aller Art rebelliert. Der innerste Kern, das wahre Selbst, ist es, das uns darauf hinweist, dass wir hier in die Irre gehen, dass wir den falschen Weg eingeschlagen haben. Dieses wahre Selbst kann nicht verdreht und korrumpiert werden, ohne dafür einen hohen Preis zu bezahlen.

Wenn es um die Sexualität geht, dann müssen wir uns einer Sache klar sein: Die Mächtigen der Welt haben zu allen Zeiten gewusst, dass hier DER SCHLÜSSEL zur Kontrolle der Menschen schlechthin zu finden ist. Wer auch immer die Sexualität eines Menschen beherrscht, der beherrscht sein Leben! Was man auch immer über Macht in den verschiedensten Bereichen lesen und studieren mag (politisch, sozial, wirtschaftlich etc.) kann seine Wirkung niemals entfalten, wenn man nicht die Kontrolle über seine eigene Sexualität erlangt hat. Es handelt sich um nichts anderes, als um die Kontrolle der Lebensenergie und diese ist nirgendwo stärker und konzentrierter, als „zwischen den Beinen“ der Menschen. Es ist jedoch naiv zu glauben, dass durch Pornographie und Masturbation eine Befreiung des Menschen von Fremdherrschaft eingetreten wäre, genau das Gegenteil ist der Fall! Dass es sich dabei um eine sexuelle Befreiung handle ist ja genau das, was die Menschen glauben sollen, damit sie nicht begreifen wie sehr sie heute mehr denn je unter dem Joch anderer stehen.

Voltaire ist unter anderem bekannt für sein Zitat darüber, wie man herausfinden könne, wer Macht über einen habe. Er meinte dazu müsse man sich fragen, wen man nicht kritisieren dürfe. Dies ist mit Sicherheit richtig, aber auf unseren Fall, bezüglich der sexuellen Macht, angewandt müsste die Frage lauten: „Frage dich zu wem oder was du nicht NEIN sagen darfst ,um damit nicht deine sexuelle Befriedigung oder auch nur die Hoffnung auf eine solche zu verlieren.“

Im Ergebnis bleibt festzuhalten, dass derjenige, der sich der Masturbation und/oder der Pornographie hingibt zum Sklaven wird: Er verliert seine Freiheit und seine Macht! Er wird zum Schatten seiner selbst, ein oberflächliches niederes Leben, ein müder Abklatsch dessen, was er als Mensch sein könnte. Unser Selbstrespekt und unser Bewusstsein für unsere menschliche Würde sollten uns davon abhalten den Weg der dunklen Triade zu gehen. Seien wir reife Menschen und lassen unser Leben nicht von primitiven Impulsen bestimmen!

 

Euer O. M.

 

Sollten Pornographie und/oder Masturbation ein persönliches Thema für Sie sein und Sie sich danach sehnen davon loszukommen, dann tun Sie iIhren ersten Schritt in Richtung Freiheit und sehen sich diesen Youtube-Beitrag an: 4 Steps away from porn and masturbation.

 

 

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