Concentrate on what you can controlDas Leben kann sehr kompliziert sein – zu viele Dinge scheinen außerhalb unserer Kontrolle zu liegen, zu viele Menschen greifen in unsere Leben ein, die Wirtschaft hat ohnehin ihre eigenen Gesetze, Politiker machen Gesetze, auf die wir keinen Einfluss haben und die Gesellschaft als Ganzes ist ein großes Chaos, in dem jeder versucht seinen eigenen Willen durchzusetzen, ohne dabei Rücksicht auf die anderen zu nehmen. Das ist die Welt – oder zumindest die Welt, wie sie den meisten Menschen erscheint.

Der Geist vieler Menschen ist zu einer Kopie des Chaos’ in der Welt geworden, was unweigerlich dazu führt, dass Verwirrung eintritt – manchmal in einem derartigen Ausmaß, dass der einzelne kaum mehr in der Realität lebt. Das Bild im Kopf wird fälschlicherweise mit der Realität verwechselt. Kein Wunder dass solche Individuen nicht nur großer Verwirrung ausgesetzt sind, sondern auch Schwierigkeiten dabei haben rationale Entscheidungen zu treffen, Entscheidungen die sie dazu befähigten ihr Leben zu verbessern und sich in der Welt besser zu orientieren. Solche Personen tendieren dazu zwischen zwei Extremen hin und her zu pendeln: 1.) sie fühlen sich einerseits machtlos und sind von der Welt und ihren Umständen überwältigt – in der Folge geben sie jede Initiative und Hoffnung auf überhaupt einen Einfluss ausüben zu können. 2.) andererseits fühlen sie sich mächtiger als sie wirklich sind. Sie vermeinen alles und jeden kontrollieren zu können und dabei sogar potenzielle Macht über das ganze Universum zu haben (zumindest unbewusst). Magisches Denken, Okkultismus, New-Age-Denken und dergleichen, stehen in einem starken Zusammenhang mit dem existenziellen Problem des Menschen seine „Platz“ in der Welt zu finden, sich im Leben zu orientieren und auf dem „Ozean des Lebens“ zu navigieren. Natürlich sind diese Arten des Denkens nichts anderes als pure Phantasie – trotzdem bilden sie die subjektive Realität vieler Menschen. Das Paradoxon besteht hier darin, dass diese Leute sich einerseits machtlos fühlen auf der anderen Seite ebenso meinen allmächtig zu sein, teilweise sogar beides zur selben Zeit. Dieses Phänomen wurde schon lange von Psychologen untersucht, besonders in Verbindung mit der narzisstischen Persönlichkeit(sstörung).

Herauszufinden, wie Schicksal entsteht, welche Faktoren zu ihm beitragen und in welchem Ausmaß, gehört zu den schwierigsten Dingen im Leben überhaupt Nicht nur Individuen, sondern auch Unternehmen, Regierungen, ja sogar ganze Staaten kämpfen mit der Beantwortung dieser Frage. Und wie die Geschichte zeigt, sind die meisten nicht besonders erfolgreich darin die passende Antwort darauf zu geben.

Nun, was liegt innerhalb unserer Kontrolle und was nicht? Die Antwort darauf ist erstaunlich einfach, besonders wenn wir uns ansehen, was die meisten Menschen alles tun, um diese einfache Einsicht zu vermeiden. Alles, was innerhalb unseres Geistes liegt, liegt in unserer Kontrolle. Alles, was außerhalb unseres Geistes liegt, liegt außerhalb unserer Kontrolle! Das ist die einfache Wahrheit und ihre Schwierigkeit liegt nicht im theoretischen Verständnis, sondern in der Akzeptanz dieses Faktums. Der Grund dafür liegt darin, dass es für die meisten Menschen sehr schwer ist etwas zu akzeptieren, das nicht zu ihren Überzeugungen und zu ihrer Weltanschauung, passt.

Nun ein Beispiel: Wie viel Kontrolle hast Du über andere Menschen? Null! Du verfügst nicht über das geringste Ausmaß an Kontrolle über das, was andere tun – zumindest nicht, wenn wir uns auf den direkten Weg der Einflussnahme beziehen. Heißt das nun, dass wir machtlos sind und andere überhaupt nicht beeinflussen können, so dass es gar nicht möglich ist, von anderen zu bekommen, was wir von ihnen möchten? Natürlich nicht – das würde ja bedeuten, dass die Vorstellung von (sozialer) Macht absurd wäre – was sie nicht ist. Es heißt lediglich, dass wir andere nicht wie Spielfiguren auf einem Schachbrett betrachten dürfen, die wir wie Werkzeuge zu unserem eigenen Vorteil verwenden können (die moralische Frage eines solchen Handelns überlasse ich hier ganz Euch – sie ist nicht Gegenstand dieses Artikels).

Auf der anderen Seite jedoch haben wir 100 Prozent Kontrolle über uns selbst und unseren Geist (zumindest potentiell – ich gehe hier nicht ins Detail über die Frage nach dem freien Willen, Determination und dergleichen – das wird Gegenstand anderer Posts sein). Nun, wenn Du etwas denkst, dann sind das Deine Gedanken und Du musst totale Verantwortung für sie übernehmen. Das gleiche trifft auf Deine Gefühl, Träume, Ambitionen und Deine Intuition zu. Sie sind alle Produkte Deines Geistes und Deiner Seele.

Die Probleme anderer Menschen sind deren Probleme, nicht die Deinen – solange zumindest, bis Du sie nicht zu den Deinen gemacht hast. Es gibt Leute, die darauf erpicht sind Schwierigkeiten in jedermanns Leben zu bringen, da sie selbst in Schwierigkeiten ersticken. Seid vorsichtig vor diesen menschlichen „Viren“, die sich in der Gesellschaft verbreiten. Wir kennen alle Menschen, die Schwarzen Löchern gleichen – sie saugen alles in sich hinein, was gut ist in der Welt, und geben nie mehr etwas davon her.

Wenn Du im Inneren stark bist – und das liegt völlig in Deiner Hand – dann kannst Du der Welt viel entspannter begegnen – Du kannst sogar über Probleme der Welt lächeln, denn Du siehst sie aus der Adlerperspektive. Letztendlich gibt es nichts in der Welt, das es wert wäre den eigenen Seelenfrieden zu gefährden – oder gar ängstlich zu werden. So unglaublich es für die meisten auch klingen mag: Es ist möglich sich jeder Situation in Leben – wirklich jeder! – ohne der geringsten Angst zu stellen! Um diese Geisteshaltung zu erreichen, bedarf es des langen und harten Trainings – doch sie ist erreichbar.

Die Kontrolle über dich selbst zu haben, ist der Schlüssel zum Erfolg, zum Glück und zur Macht über die man im Leben verfügt. Jede Kriegsführung beginnt mit einer Kriegserklärung an die eigenen Schwächen, an jene Dinge, die verbessert werden müssen und die verbesserbar sind (ohne dabei zum Feind seiner selbst zu werden, versteht sich!). Der wahre Grund, warum wir dies tun, liegt nicht im Selbsthass, sondern gerade in der Selbstliebe, im Wunsch sich und sein Leben zu verbessern, den eigenen Charakter zu veredeln und kompetenter im Umgang mit der Welt und anderen Menschen zu werden.

Schlussfolgerung: Indem man sich auf die Dinge konzentriert, die man kontrollieren kann und nicht auf jene, die außerhalb unserer Kontrolle liegen, vermeiden wir es viel Zeit und Energie zu verschwenden, halten uns einiges an Ärger und Schwierigkeiten vom Hals und sind überdies effektiver in unserem Handeln. Ihr haltet dadurch auch Euren Geist von Dingen frei, die Euch nichts angehen, zudem sind Eure Macht und Euer Erfolg größer. Und am Ende ist sogar der „Seelenfrieden“ größer, ebenso wie Eure Zufriedenheit mit Euch selbst. Das sind genügend Argumente, um die Unsitte aufzugeben sich um Dinge zu kümmern, die außerhalb der eigenen Kontrolle liegen – seien es nun irgendwelche Umstände oder Menschen.

 

Euer O. M.

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