Donald TrumpNoch ist es mehr als ein Jahr bis zu den amerikanischen Präsidentschaftswahlen im November 2016, doch bereits jetzt zeigen sich sehr interessante Entwicklungen. Vor allem auf republikanischer Seite geht es bereits sehr heiß zur Sache. Die größte Überraschung für die meisten ist dabei das großartige Abschneiden von Donald Trump, von dem noch bis vor einigen Monaten niemand ernsthaft glaubte, dass er sich als Kandidat durchsetzen könne. Nun, die Realität belehrt uns eines besseren.

Die „liberale“ Presse (ich verwende hier „liberal“ absichtlich in Anführungszeichen, denn mit „liberal“ hat diese nicht das Geringste zu tun) und demokratische Politiker schießen sich auf ihn ein und stärken dadurch nur umso mehr den erfolgreichen New Yorker Geschäftsmann, dessen umwerfende Leistungen in Amerika und weltweit unbestritten sind. Wie kommt es aber nun, dass so viele verwundert sind über die Entwicklung in Amerika? Wie ist es möglich, dass sich so viele scheinbar kluge Leute geirrt haben? In einer Linien sicherlich, weil sie wenig mit der Realität im eigenen Land vertraut sind und mehr davon träumen wie ihr Land und ihre Gesellschaft ihrer Meinung nach sein soll, als wie sie tatsächlich ist. Doch es steckt noch viel mehr dahinter.

Sieht man sich die Sache etwas genauer an, wird klar, warum Trump so herausragend und so überaus erfolgreich mit seiner Kampagne ist. Das wollen wir uns heute etwas genauer ansehen.

Eine Sache noch vorweg: Hier, in diesem Artikel, geht es nicht um Details von Trumps Politik (von der wir noch nicht viel wissen), sondern darum welche Charaktereigenschaften ihn zu dem populären Menschen machen, der er ist – warum die Menschen ihn lieben oder hassen.

 

Trump ist ein Gewinner

Trump ist ein Gewinner, er liebt es zu gewinnen und er gewinnt auch permanent. Er steht für Reichtum und Erfolg, er ist ein Mann, der Jobs erledigen kann, einer der handelt und nicht viel redet. In ihm sehen viele das Ideal, das was sie selbst gern sein würden. Das unterscheidet ihn vom typischen Politiker, der nichts anderes als eine Redemaschine ist, von Lobbys im Hintergrund gesteuert wird, und zu keinem Thema über eine eigenständige Meinung verfügt. Tump hat Schneid, er verfügt über „Cojones“ und nichts ist anziehender als ein Mann, der über diese Qualitäten verfügt, wenn es darum geht die Führung zu übernehmen. Allem voran sind es Frauen, die diese Art von Mann jeder anderen vorzieht. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass Trump gerade bei Frauen überaus erfolgreich ist. Trump ist äußerst männlich und nichts qualifiziert jemanden mehr zu Führungspositionen als herausragende starke und positive Männlichkeit. Das ist ein Gesetz der Natur, das sich aus unseren Genen ableitet – alles andere wäre eine Perversion (z.B. die Gehirnwäsche, denen die gewöhnlichen Leute durch die Mainstreammedien seit langem ausgesetzt sind – Dabei wird diese „Sklavenmentalität“ ganz gezielt von der Elite eingesetzt, um die Menschen klein zu halten).

Trump hat die Fähigkeit auf viele Menschen zu hören, viele Ratschläge einzuholen und dann seine eigene Meinung zu formulieren. Er ist ein unabhängiger Mensch, der am Ende das tut, was er will. Diese Eigenschaft nehmen ihm viele übel, vor allem jene, die ihm Ratschläge gegeben haben, die er nicht in deren Sinne umgesetzt hat. Doch gerade das ist Trumps Stärke: Er ist kein Sklave seiner Berater, sondern entscheidet selbst, er besitzt echte Entscheider- und damit Führungsqualitäten. Allzu viele Dummköpfe in Entscheidungspositionen setzen einfach nur die Ratschläge ihrer Berater um und halten dies für Führungsstärke. Trump ist hier eine Ausnahme und das schätzen die Menschen.

Hinweis: Mike Cernovich hat einen großartigen Beitrag auf seinem Blog Danger & Play zum Thema Donald Trump und dessen Erfolg verfasst. Es kann nur jedem empfohlen werden diesen Post zu lesen.

 

Trump steht für Größe und Stärke

Trump macht unverhohlen klar, dass er ein Mann des Militärs ist. Er möchte die amerikanische Armee so stark machen, dass sich keiner mehr getraut sich mit den USA anzulegen. Amerika hat in den letzten Jahren sehr an Ansehen verloren, verursacht vor allem durch seine unfähigen Politiker, die „reden aber nichts tun“. Trump möchte Amerika seinen Stolz und sein Ansehen zurückgeben, etwas wonach sie der Großteil der Amerikaner inbrünstig sehnt. Trump ist in vielen Punkten kontrovers, wie etwa beim Errichten einer Mauer entlang der mexikanischen Grenze, die von Mexiko finanziert werden soll, sowie seine uneingeschränkte Rückführung aller illegalen Einwanderer in den USA (5-30 Millionen Menschen! je nach Schätzung), doch eines ist dabei erstaunlich: Trump besitzt die Kraft das tief gespaltene Land dennoch zu einen und auch das ist etwas, wonach sich die Nation sehr stark sehnt.

Menschen die über außergewöhnliche Charakterstärke verfügen, lösen bei vielen Menschen entweder Bewunderung oder Furcht aus. Nur sehr selten steht ihnen einer neutral gegenüber. Durch diese starke Polarisierung zieht eine solche Person große Aufmerksamkeit auf sich und wie jeder im Medienzeitalter weiß, ist Aufmerksamkeit die Währung des sozialen Lebens, unabhängig davon, ob es sich nun um Zu- oder Abneigung handelt. Gehasst zu werden macht überhaupt nichts aus, viel schlimmer ist es unbekannt zu sein. Dadurch, dass Trump sich bewusst stark exponiert, ist er für die Medien als Interviewpartner umso interessanter, was wiederum die Popularität (und natürlich die Einschaltquoten) erhöht. Und oft sind es gerade jene Menschen, die sich von solchen Leuten öffentlich distanzieren und sie doch wählen. Kritiker sind meist geheime Masochisten, die gerade jene bewundern, die sie kritisieren. Schauen wir uns deshalb besonders die „Liberalen“ in Amerika an, sie greifen Trump am heftigsten an und sind doch jene, die ihn im Geheimen am meisten bewundern, denn Trump spricht viele der dunklen Gedanken an, die sie selbst haben aber vor sich selbst nicht eingestehen wollen oder können. Die meisten „Liberalen“ in den USA sind „kastriert“ (Männer und Frauen) und sie sehnen sich nach einem Potenten, der auslebt, wozu sie selbst psychisch nicht in der Lage sind.

Trump hingegen schafft einen starken Kontrast zur herrschenden politischen Klasse in Washington. Er polarisiert und damit befolgt er ein Gesetz der Auseinandersetzung: Polarisation ist notwendig, um die Fronten klar abzustecken und um klarzumachen wofür man steht. Viele Politiker sind erfolglos, weil sie es nicht schaffen ausreichend zu polarisieren. In der Politik ist dies jedoch der Weg zum Erfolg. Trump hat eine Vision, dadurch unterscheidet es sich klar von rein „pragmatischen“ Politikern. Visionen, Vorstellungen von einer besseren Zukunft, die auch glaubwürdig sind, sind sehr rar geworden. Umso erfreulicher ist es, wenn einer sie doch noch hat.

 

Großartige Selbstvermarktung

„Let Trump be Trump!“ Dieses Motto drückt aus, was die Menschen von Trump wollen: Er soll einfach er selbst sein und damit Präsident werden. Die Kampagne des Immobilienmoguls steht unter der Maxime „Let’s make America great again!“ Er wirkt sehr kompetent und wird respektiert – gerade auch von jenen Leute, die ihn nicht mögen. Trump selbst ist „great“ und deshalb traut man ihm zu, dass er auch Amerika wieder so machen kann.

Für Trump ist es eine Selbstverständlichkeit, dass ihn jeder mag und jeder ihn unterstützt: „Everybody likes me!“ „I am a nice person – I mean, I have a heart“ und dergleichen wiederholt er wieder und wieder. Freilich gibt es viele Leute, die ihm jetzt vehement widersprechen werden, doch er macht es so geschickt, dass er seine Botschaft so oft in den Medien platziert, dass sie zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung werden. Menschen mit großartigem Geschick für Selbstvermarktung gehen meist diesen Weg. Sie sprechen nur gut von sich selbst, oft in großen, sehr eindringlichen Worten und tun dies ständig, ganz egal wie viel Widerstand sie auch bekommen mögen. Das tun sie dann sogar so lange, bis jeder Widerstand letztlich zerbricht. Wer ununterbrochen, ohne auch nur ein einziges Mal abzuweichen sich selbst als gut, als nett, als erfolgreich, als kompetent und dergleichen bezeichnet, wird allmählich tatsächlich mit diesen Eigenschaften in Verbindung gebracht.

Trump lässt keinen seiner Erfolge im Verborgenen, er selbst ist das beste Produkt, das er je verkauft hat und er tut es ständig aufs Neue. Dabei übernimmt er auch gleich das Werbemanagement. Bei ihm ist ein Erfolg nicht einfach ein Erfolg, sondern ein „massiver Erfolg“, seine Leistungen sind nicht einfach gut, sondern „herausragend“, „exzellent“, „überwältigend“. Daran erkennt man den geschulten Werbemann, der über genaue Kenntnis von „Triggerwörtern“ verfügt und diese ganz gezielt anwendet. Die positiven in Verbindung mit sich selbst, die negativen stets in Verbindung mit seinen Gegnern.

 

Großes Selbstvertrauen

Trump spricht von sich ausschließlich in Superlativen, alles an ihm ist positiv, alles gelingt ihm, nichts ist für ihn unmöglich. Damit strotz er nur so vor Selbstvertrauen. Trump hat Recht und er entschuldigt sich für nichts – es gibt auch nichts zu entschuldigen, wie er immer wieder klarstellt. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen ganz deutlich, dass sich zu entschuldigen zu den schlimmsten Dingen gehört, die man tun kann, wenn man Macht gewinnen und erfolgreich sein möchte. Leute die sich entschuldigen wirken schwach und wer schwach ist, der wird dazu gezwungen immer noch schwächer zu werden, dafür sorgt das soziale Umfeld. Sich zu entschuldigen ist die Tür zur Hölle – ist sie einmal aufgestoßen setzt ein Teufelskreis ein, der nur sehr schwer zu durchbrechen ist. Tatsächlich ist die Aufforderung sich zu entschuldigen nichts anderes als ein bösartiger Akt im Spiel um die Macht, um einen anderen Menschen zu schwächen. Wenn wir das einmal begriffen haben, dann werden auch wir uns im Leben nicht mehr entschuldigen. Das ist nebenbei gesagt etwas, das wir von Trump lernen können.

Was Trumps Selbstvertrauen anbelangt, so hat dies ein ganz starkes Fundament in seinem Glauben. Trump ist ein gläubiger Mensch und kein Buch ist für ihn wichtiger als die Bibel. Sein Glaube bildet eine feste Burg, das Basis seiner optimistischen Weltsicht (er besuchte als junger Mann die Kirche von Norman V. Peale, der den Weltbestseller „Die Kraft des positiven Denkens“ schrieb). Was man auch immer Trump vorwerfen mag, sein Selbstvertrauen ist echt und ist nicht aufgesetzt, wie bei so vielen, die in der Öffentlichkeit auftreten.

 

Ehrliche und direkte Sprache

Trump spricht aus dem Herzen und spricht zu den Herzen der Menschen, das unterscheidet ihn von den Phrasendreschern, die sermonartig genauso sprechen, wie sie es gelernt haben, im politischen System. Trump packt die heißen Eisen an, über die die anderen nicht sprechen wollen, er nimmt die Gefühle der Menschen ernst und appelliert an die Natur und den Instinkt der Menschen. Dazu braucht es Mut und Unabhängigkeit, etwas über das nur die wenigsten verfügen, denn sie sind Lobbys and allen möglichen Gruppen verpflichtet und müssen deshalb ihre „Zunge hüten“. Trump hütete seine Zunge nicht, ja er verachtet Menschen die das tun, denn damit ist immer Unehrlichkeit verbunden Dadurch wirkt er sehr authentisch. Menschen können sich wunderbar mit ihm identifizieren und fühlen sich verstanden. Er spricht den amerikanischen Geist an, den Geist des Wettbewerbs und des Gewinnens, der Größe, Stärke und Mission.

„It’s a tough world“ antwortete Jeb Bush, der Trump vorwarf eine etwas „toughe“ Sprache zu haben. Ja, genauso ist es und jeder von uns weiß aus der täglichen Lebenserfahrung, dass dem so ist. Wir lieben Menschen, die uns reinen Wein einschenken.

 

Enorme Energie

Trump wird nächstes Jahr 70 und doch hat er mehr Energie, als die meisten Menschen auf dem Höhepunkt der Kraft ihres Lebens. Er steckt alle Jüngeren bei Weitem in die Tasche und strotzt nur so vor Energie. Mehrmals hat er auf die Energielosigkeit vieler seiner Gegner hingewiesen und wie untauglich solche lahmen Gestalten in Führungspositionen sind. Damit hält er es wie Jack Welch, der auch stets darauf hingewiesen hat, dass Menschen in Leitungspositionen über viel Energie verfügen müssen, zudem müssten sie in der Lage sein auch in anderen Begeisterung zu wecken und das Beste aus ihnen herauszuholen. Beides kann Trump, er hat es in seinem langen und erfolgreichen Berufsleben immer wieder bewiesen.

 

Begrüßt Konfrontationen

Trump stellt sich der Realität des Lebens in seiner ganzen Aufmarschbreite. Als kluger Geschäftsmann weiß er, dass einem nichts geschenkt wird und dass man sich Erfolg erkämpfen muss. Erfolg wird einem nicht gegeben, man muss ihn sich nehmen. Er spricht deshalb seine Gegner direkt an und zeigt den Menschen deren Fehler auf. So weist er etwa darauf hin, dass Präsident Obama ein „Cheerleader“ ist, einer, der viel Show macht aber nichts substanzielle zu leisten vermag. Ja mehr noch, Obama hat das Ansehen Amerikas geschwächt, mehr als sein Vorgänger Bush. Was Hillary Clinton betrifft, so spricht er ihre Abhängigkeit von Lobbys an, ihre gravierenden Schwächen als Außenministerin („die schlechteste Außenministerin, die dieses Land je hatte“), sowie dass sie aus einer Familie des Establishments kommt („nicht schon wieder ein Clinton“). Zudem dürfe man ihre möglicherweise kriminelle E-Mailaffäre nicht unberücksichtigt lassen, meint er.

 

Keiner ist wie Trump

Trump ist bei weitem der beste Kandidat für das Amt der amerikanischen Präsidenten, er spielt in einer ganz anderen Liga als seine Gegner, seien es nun jene aus der republikanischen oder jene aus der demokratischen Partei. Bislang ist kein anderer Kandidat von seinem Kaliber aufgetaucht – man wird sehen ob dies doch noch geschehen wird. Bis dahin gibt es keine Alternative zu Trump!

 

Euer O. M.

 

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