Napoleon BonaparteMan mag sie nicht lieben, ja oft erwecken sie in einem ein hohes Maß an Abneigung bis hin zum blanken Hass, doch so seltsam es uns auch erscheinen mag, wir können doch nicht umhin sie zu respektieren und womöglich im Geheimen sogar bewundern – die Rede ist von jenen Individuen, jenen standhaften und heute so selten gewordenen Personen, denen es gelingt auch gegen den heftigsten Widerstand nicht zu wanken und ihren Standpunkt zu vertreten, ohne zu Wanken, ohne im Geringsten Anzeichen zu zeigen, dass sie von ihrer Überzeugung abweichen. Es ist der Stoff aus dem Helden sind, jenes Material, das die Grundlage für die herausragenden Gestalten der Geschichte bildet.

 

Lehren aus der menschlichen Natur

Wir Menschen werden im Wesentlichen durch unsere Natur und damit durch unsere genetische Ausprägung geleitet. Die Sozialisation nimmt zwar Einfluss auf uns, bleibt in ihrer Wirksamkeit jedoch weit hinter der Natur zurück. Die gesellschaftliche Beeinflussung kann nur verzerren, sie kann nicht zum Glück führen, ein solches kann es nur durch Ausleben der eigenen Bestimmung, der eigenen genetischen Prädisposition ergeben.

Wir Menschen lieben Stärke und bewundern stets was damit zusammenhängt. Respekt ist im Wesentlichen an Stärke gebunden, für Schwäche wird er nie vergeben. Instinktiv wissen wir dies und verhalten uns dementsprechend. Anderslautende Botschaften, die in der Regel nichts anderes als eine Gehirnwäsche sind (eine Manipulation zugunsten der Interessen anderer), verwirren deshalb die Seele und führen dazu, dass das was einer sagt und das, was einer tut oft auseinanderfallen. Die Wahrheit wird ins Unbewusste verschoben und im Bewusstsein findet sich nur das, was gesellschaftlich akzeptiert ist. Das Verhalten der Menschen, nicht ihre Worte sprechen die Wahrheit! Das dürfen wir niemals vergessen.

Menschen respektieren konsequentes Verhalten. Wer A sagt, muss auch B sagen, das gehört zu jenen Dingen, von denen die meisten überzeugt sind. Wer nicht über die Fähigkeit verfügt sich gegen Versuchungen zu wehren, den auf ihn einwirkenden Kräften zu widerstehen, um seine Ziele zu verfolgen, wird bald als Schwächling interpretiert – was er ja auch ist. Es braucht einen erheblichen Aufwand an Kraft, um bei einer Sache zu bleiben, denn die Welt strebt von sich aus stets danach uns zu irritieren und wie ein Blatt im Wind mal hierhin, mal dorthin treiben zu lassen. Es sind dies die täglichen Kämpfe, die meist im Kleinen, manchmal jedoch auch im Großen, von jedem von uns ausgestanden werden müssen. Haben wir ein hohes Maß an Konsequenz erreicht, zeugt dies davon, dass wir über emotionale Kontrolle verfügen und damit verlässliche Menschen sind. Verlässlichkeit ist auch einer der Gründe, warum Konsequenz in so hohem Ansehen steht. Wer konsequent ist, auf den können wir uns besser verlassen, als auf einen, der weich wie Butter ist und den jeder nach Belieben verformen kann – und der dementsprechend nicht respektiert wird.

Sogar Hass ist oft ein Zeichen von Respekt. Einen toten Hund tritt man bekanntlich nicht und die einzige Möglichkeit nicht kritisiert zu werden, ist bereits nach Aristoteles nichts zu tun, nichts zu sagen und nichts zu sein. Sobald jemand zu einer Sache Stellung nimmt, ist er ein potentielles Ziel von Angriffen. Diese sind jedoch nichts Schlechtes, nichts, was es abzulehnen gäbe, sondern in vielen Fällen sogar zu begrüßen ist. Wen man nicht kennt, der existiert nicht, wer sich jedoch exponiert, der existiert im sozialen Leben, selbst dann wenn sich niemand auf seine Seite stellen und alle gegen ihn sein sollten. Was man ablehnt, macht man stärker. Alles, was Aufmerksamkeit bekommt, wird zuerst einmal gestärkt und kann man es nicht zu Fall bringen, wird es über kurz oder lang den Sieg davontragen. Das ist beispielsweise etwas, das die sogenannten „social justice warriors“ (im Deutschen etwas übersetzbar mit „Krieger bzw. Aktivisten für soziale Gerechtigkeit“) nicht begreifen. Diese, meist psychopathisch veranlagten, Aktivisten schießen sich auf jemanden ein, den sie zur Strecke bringen wollen. Dabei benehmen sie sich wie rüpelhafte Schläger auf dem Schulhof, die sich jemanden aussuchen, der vor ihnen in die Knie geht, um dann um Gnade zu flehen, indem er sich öffentlich entschuldigt. Widersteht jemand jedoch ihren Angriffen, dann dreht sich der Spieß um und die ganze Welt sieht wofür dieses Leute stehen. Blogger-Helden wie Mike Cernovich und Victor Pride haben beide glänzend solche Schlachten ausgetragen und sind aus ihnen siegreich hervorgegangen.

Die Kehrseite, und die soll hier nicht verschwiegen werden, besteht darin, dass Konsequenz einen daran hindern kann sich zu entwickeln. Denn es kann auch sein, dass einer sich auf dem Holzweg befindet und eisern daran festhält. Sturheit und Charakterstärke sind eng miteinander verwandt und oft wird das eine als das andere bezeichnet – je nach Standpunkt eben. Doch im Ergebnis ist es immer noch besser ein Leben lang standhaft bei einer falschen Sache geblieben zu sein, als auf Druck von anderen sich geändert zu haben, denn das hieße seine Unabhängigkeit aufgegeben zu haben. Wenn man von einem Standpunkt abrückt, dann immer nur durch eigenem, freiem Entschluss heraus, niemals, weil man damit dem Wunsch eines anderen entspricht. Das ist eine Grundregel, die man im Leben befolgen muss. Falsch zu liegen ist keine Schande, sehr wohl ist es jedoch eine seine Freiheit und seine Unabhängigkeit nicht bewahrt und verteidigt zu haben.

 

Exkurs: Warum die europäischen Politiker in der derzeitigen Flüchtlingskrise nicht respektiert werden

Warum ist Donald Trump im bisherigen US-Präsidentschaftswahlkampf so erfolgreich? Er widerspricht doch allem, was Politiker in ihrer Ausbildung lernen. Er ist nicht politisch korrekt, ja er kümmert sich einen feuchten Dreck um solche Dinge, er fasst Menschen nicht mit Samthandschuhen an und geht keiner Konfrontation aus dem Weg. Unsere Politiker hingegen sind darauf geschult nicht anzuecken, sich bloß nicht mit jemandem anzulegen und keinen unpopulären Positionen einzunehmen (und wenn sie sagen sie würden es doch tun bringt ihnen das allenfalls ein müdes Lächeln ein). Aber genau darin liegt die Krux: Derjenige, der Schneid beweist, der seinen eigenen Weg geht, ein Freigeist ist, der sticht brillant hervor aus der grauen Masse der Konformisten (es gibt sogar Konformisten, die sich im Chor als „Nonkonformisten“ bezeichnen – welche Ironie!). Es ist einfach nicht wahr, dass man Wahlen damit gewinnt, dass man sich niemanden zum Feind macht – ganz im Gegenteil. Man gewinnt, weil man Substanz hat und nicht einen Haufen an Blabla von sich gibt. Polarisation ist eine gute Sache, sie ist der Beginn einer jeden Kampagne. Wer polarisiert wird respektiert.

Nun ein paar Überlegungen zum herrschenden Flüchtlingsproblem:

Wirtschaftswachstum und der Bestand der Demokratie sind untrennbar aneinander geknüpft. Nach dem Zweite Weltkrieg war der durchschnittliche Deutsche kein überzeugter Demokrat, aber das Wirtschaftswunder sorgte dafür, dass er der Demokratie doch mit der Zeit einiges abgewinnen konnte. Heute sind die meisten Deutschen Demokraten, doch mit dem Wirtschaftswachstum hapert es seit langem – vor allem mit der spürbaren Wohlstandssteigerung bei Otto-Normalverbraucher. Und genau das ist ein großes Problem. Wohlstand und Demokratie sind im Denken der Menschen im Westen eng miteinander verknüpft. Man entscheidet sich vor allem deshalb für die Demokratie, weil dieses System einen höheren Lebensstandard gewährt, das ist ein Versprechen, das die Demokratie den Menschen gemacht hat. Kann sie es nicht mehr weiter halten, werden sich mehr und mehr Menschen fragen, ob Demokratie überhaupt noch Sinn macht und sie werden sehr anfällig werden für Leute, die ihnen andere Modelle anbieten (und damit ein „besseres“ Leben versprechen). Gelingt es den europäischen Politikern nicht für ein Wachstum zu sorgen, das in den Geldbörsen der gewöhnlichen Menschen spürbar ist, dann kann es für die Demokratie aber überhaupt für den Bestand der Europäischen Gemeinschaft sehr eng werden.

 

Wie sorgt die Europäische Union dafür, dass der Wohlstand in Europa aufrecht bleibt und nicht geringer wird in den nächsten Jahrzehnten? Hier ist vor allem der Wohlstand der Masse gemeint. Wie sichern die europäischen Politiker ihren Bürgern ein gleich hohes oder höheres Wohlstandniveau, als wir es heute vorfinden (mit Breitenwirkung)? Diese Frage geht über die erste hinaus, denn hier geht es nur um die Aufrechterhaltung des Wohlstandes, wobei nicht notwendigerweise die Demokratie das System der Wahl sein muss. Klar ist jedenfalls, dass die Brieftasche für einen Großteil der Menschen der entscheidende Faktor sein wird, denn es steht schon in der Bibel, dass dort wo der Schatz ist, auch das Herz ist (und nicht zuletzt haben einige Jahrzehnte „Erziehung“ die Menschen zu dieser Ansicht gebracht).

 

Was unternehmen die europäischen Politiker, so dass Menschen nicht befürchten müssen, dass sie in einer durch Fremde beeinflussten Welt leben müssen, in der ihr Lebensstandard geringer und ihr sozialer Stand geringer ist, als heute? Hier geht es darum den Menschen ihre Ängste zu nehmen. Ängste sind oft irrational, aber nicht immer. Viele Ängste sind gut begründet und beruhen auf den realen Erfahrungen der Menschen. Tatsache ist auch, dass Menschen aus fremden Kulturen die bestehende Gesellschaft verändern und zwar auf eine für viele Millionen nicht erwünschte Art. Wir müssen uns Fragen, wie unsere Gesellschaft in Zukunft aussehen soll und ob die neu hinzukommenden Menschen dieser Vorstellung entsprechen. Und wenn nicht, was in diesem Fall geschehen soll.

 

Gelingt es den europäischen Politikern die Interessen ihrer Bürger zu erkennen und zu bedienen oder sprechen sie nur deren Positionen an, indem sie diese entweder gutheißen oder verdammen? Allzu oft werden, auch bei Verhandlungen, nur die Positionen beachtet, nicht aber die dahinter stehenden Interessen. Kämpft man um Positionen, ist alles nur ein Machtkampf und ein Kampf ums Ego. Wichtig wäre hingegen zu erkennen WARUM jemand eine bestimmte Position einnimmt. Erkennt man das wahre Wollen und die Werte des anderen dahinter, kann man den anderen nicht nur besser verstehen, sondern hat auch viel bessere Chancen auf ein gutes Verhandlungsergebnis. Wenn Menschen auf Ablehnung, Beleidigung und Hass stoßen, weil sie gegen Flüchtlinge protestieren, hat man keine Chance zu einer guten Lösung zu gelangen. Zuerst muss man diesen Menschen Respekt entgegenbringen, dann kann man sich um Lösungen bemühen (wie oft erlebt man schon, dass Politiker in der Öffentlichkeit etwa für die Pegida-Leute Respekt haben?) Man muss verstehen, warum diese Menschen den Zuzug von Flüchtlingen für keine gute Sache halten – welche ihrer Interessen sie dadurch in Gefahr sehen, was sie befürchten was geschehen wird, wenn diese Leute sich in Europa sesshaft machen. Nachdem, was bislang in den Medien zu sehen ist, gibt es kaum Schritte in diese Richtung.

 

Wie hält Europa sich schadlos für die Kosten, die durch die Aufnahme von Flüchtlingen entstehen? Die Aufnahme von Flüchtlingen verursacht Europa hohe Kosten. Dies sind Kosten, die von außereuropäischen Kräften verursacht werden und die deshalb auch von diesen übernommen werden müssen. Sollen wir Syrien, Afghanistan, dem Iran, dem Irak etc. die Kosten in Rechung stellen? Die Idee wäre nicht schlecht, doch dürfte es bei der Eintreibung des Geldes doch gewisse Schwierigkeiten geben. Möglicherweise könnten diese Staaten mit Rohstoffen oder anderen Rechten, die den westlichen Staaten eingeräumt werden, die Rechnung begleichen. Eine andere Möglichkeit wäre etwa über jeden Flüchtling eine Finanzakte anzulegen, in der alle Kosten penibel registriert werden und jedem eine fünfjährige Frist gegeben wird, um die von ihm verursachten Kosten zu begleichen. Dazu müssten allerdings Möglichkeiten geschaffen werden, dass diese Menschen legal Geld verdienen könnten. Eines ist sicher: es ist unzumutbar den angestammten Europäern die Kosten für die Flüchtlingsaufnahme auf ihre ohnehin vor hohen Lasten gebeugten Rücken zu binden.

 

 

Eine Anmerkung zu meiner eigenen Person zum heutigen Thema

Was meine eigene Person betrifft, so bin ich oft das Ziel von Angriffen, denn nicht jedem gefällt was ich schreibe (auf der anderen Seite ist die Anzahl der Menschen, die mir zustimmen, erfreulich hoch!). Ich nehme oft die Position des advocatus diaboli ein und liebe es ein „Kontrarier“ zu sein. Gerade dann, wenn die Zustimmung zu einer Sache besonders groß ist, werde ich skeptisch und suche nach Schwachstellen im System. Wenn irgendwo eine starke Position besteht, dann fordert das mich heraus sie zu hinterfragen und der Wahrheit auf die Spur zu kommen. Gerade dadurch trage ich dazu bei, dass Ideen nicht immer für das genommen werden, als was sie dargestellt werden. Wenn man sich die Welt und ihre Überzeugungen ansieht, dann habe ich wohl noch viel zu tun.

Deshalb möchte ich den heutigen Artikel mit einer starken Aussagen abschließen: GET REAL, GET TOUGHT! – TERMINATE CONSENSUS! – AD ARMAS!

 

Euer O. M.

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